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Home Lyrik Abendgedichte Es bleibt anzumerken...
Abendgedichte
























(Zeichnung, digital verschwurbelt, 104 % Moewenglanz)


 

...dass ein Auge geschlossen

und setzt auf diese Weise 
täglich die Regel
ehrgeizig
irritierend
vorsichtig

zu vergessen alles
von der  Zukunft
zu einer Stille
die ungeahnt

 


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Kommentare  

 
#1 Quer 2009-12-17 09:42
Schön, poetisch! Und ja, ein Auge muss man manchmal zu tun können.

Liebe Grüsse, Quer
 
 
#2 Enkido 2009-12-17 10:07
VERSUCH ÜBER ROMANEN
Römer, Romanen, Romantik – und nun schreiben sie auch noch Wörter auf wehrlose Bildschirme. Vom Rand aus kann der Versuchsleiter die Mitten erkennen.
6. Wie die Birken wirken
Die Berliner und Peiner Politgrößen suchen eiligst nach einer Lösung, das Auge fest geschlossen.
Götter kann man ja schlecht abschieben, die Bevölkerung steht nun mal auf Kaffee und auch auf 1000 und eine Nacht. Der türkische Kaffeegott schaut sich das neue Hallenbad an, dann die Busverbindungen, geht in das ebenfalls neue und schon REALexistierende Einkaufcentrum, trinkt dort einen natürlich göttlichen Kaffee und setzt auf diese Weise täglich die Regel, ehrgeizig, irritierend vorsichtig.
„Das ist ein Spiel unter falschem Namen, meine Herren und Damen.“ Verkündet er zwar, keiner hört ihm zu. Nannu!?
„Wieso, er hat doch gar keinen Namen genannt? Er spielt einfach gut. Und wenn es letztlich alles nur Theater ist. Übergroße Schuhe. Er futtert eben mal so ein ganzes Pfund Bananen weg, oder war es gar ein Kilo?“
Das Rind grinst hinterhältig, der Schlachter ist verunsichert. Dann spricht wieder der Kaffeegott.
„Meine lieben Leute, ich bin doch kein Gott, höchstens ein Fußballtrainer, und wenn schon Gott, wie könnte ich da ein Türke sein? Im Himmel oder wo auch immer die Götter wohnen mögen, dort gibt es keine Grenzen. Um mal Reinhard Mai zu zitieren.“
Zitieren, zu vergessen alles, von der Zukunft hin zu einer Stille, die ungeahnt in das Papier gedruckt wird, noch.
Diese Zeitungen, mit den Bildern des TürkenKaffeeGottes auf den ersten Seiten, rasen durch die Falzmaschinen und ein Ohr wird umgeknickt.
Gespräch im Auto, nur wenig Aussicht tief in der Nacht einer Ausweglosigkeit. Das filmt man ja gern in diesen Zeiten, wie auch schon in jenen Zeiten. Hirten sind unterwegs. Ihre Schafe überwintern in der Einschaltquote.
 
 
#3 Moewenglanz 2009-12-17 14:38
Vielen Dank für Eure Kommentare, Brigitte und Enkido!
 

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